Im Spiegel
Sonntag, den 30. Dezember 2012Bist du es oder bist du`s nicht, du schaust in dein zerfurchtes Angesicht: geprägt, erschüttert, erfahren, durchfahren in aller Mühsal von Jahren.
Bist du es oder bist du`s nicht, du schaust in dein zerfurchtes Angesicht: geprägt, erschüttert, erfahren, durchfahren in aller Mühsal von Jahren.
Du denkst oft an sie, am Morgen, mittendrin, am Mittag, zwischendurch, am Abend, manchmal in der Nacht und im Morgengrauen: die Geliebten, realiter, und die in der Poesie. Du kannst ihnen kaum entrinnen, denn du bist so verdammt süchtig danach, mit fast jedem Lebenshauch.
… an der Fensterscheibe im Winter, aufgezeigt … an den ersten Vergissmeinnicht im Frühjahr, offenbart … an den duftenden Rosen des Sommers, endend … an den letzten warmen Herbsteswinden: Ich liebe dich! Einzig! Und ich liebe das Leben! Einzigartig! Reinhold Nisch
schmerz hart sicher wie erz und die wunde vernarbt sichtbar für lange zeit und die gegenwart beschnuppert irgendwann irgendwie die vergangenheit von neuem
So ist liebevoll voller einsicht suchend trostreich endend rosig (das jahr) 2012
Flandern, Heiligabend. Noch nicht der gesehene Stellungskrieg. Armeen, Soldatenschicksale, Söhne, Ehemänner, Väter … at war,im Krieg: Befohlen von oben. Die zündende Idee: Hochhalten von Pappschildern „We not fight, you not fight.“ „Frohe Weihnachten!“ Merry Christmas!“ Depeschen durch Bunkerschnelligkeit. Waffen nieder! Kurzweiligkeit! Menschen allemal, auf beiden Seiten. Sehnsucht. Tauschhandel von Tabak und Pfeifen, Plumpudding und Zigarren, […]
Über die Lyrik von Reinhold Nisch (zu Siegfried Lenz, zu Büchners „Woyzeck“ und zu Elfried Jelinek) lesen Sie bitte dieses Internetzitat: Lenz hat außer bedeutenden Romanen, Erzählungen, Novellen und Kurzgeschichten immerhin auch ein verfilmtes Drama geschrieben: „Zeit der Schuldlosen“ und mehrere Hörspiele: „Haussuchung“ – freilich womöglich aus weiser Einsicht u.a. kein einziges Gedicht. Erwähnenswert […]
Leise rieselt der Schnee jeweils mindestens im Dezember nach Woyzecks frostigem Alltag, Tag für Tag, Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Mit 43 ist Schluss. Schmerzhafter Verdruss. Keine Perspektive für das Kind. Startete man heutzutage- vielleicht- eine Hilfsaktion für junge Hinterbliebene geschwind.
Für den Alltag die Nischen suchen, da im Tageskurzzeitstopp ein Innehalten dazwischen vor und nach Arbeitsüberhäufung regeneriert durchatmungsaktiv einem jeden bekömmlich gut.
hass des patriarchen auf die tochter und den sohn angeblich schwach geraten wohl nur sensibel und auch feinfühlig andere talente verachtend nicht das ebenbild des vaters die partnerin im leben ins abseits gestellt quälende nichtemanzipation die muscheln als widerlicher vorgang des befriedigungsarmen alltags und im schlussakkord vielleicht als befreiung die bittere erkenntnis von verkorkstem die […]